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Sicherheit im Internet: Welche Gefahren drohen Ihnen und wie können Sie sich schützen?

Sicherheit

18. 5. 2021

Sicherheit

Ebenso wie man draußen gewisse Regeln für sicheres Verhalten beachten sollte, sollte man auch im Cyberspace achtsam sein. Die meisten von uns wissen sicher, dass man verdächtige E-Mails von unbekannten Absendern nicht öffnen und keine verdächtige Software herunterladen sollte. Das sind zweifellos gute Grundsätze, für hundertprozentige Sicherheit reichen sie leider aber nicht aus. Was können Sie selbst noch für Ihre Sicherheit im Internet tun?

Welche Gefahren drohen Ihnen

Lassen wir an dieser Stelle Cybergrooming und das Phänomen der Online-Raubtiere beiseite, dem wir uns in einem unserer früheren Artikel gewidmet haben. Zu den häufigsten Risiken, denen Menschen im Internet ausgesetzt sind, gehören Phishing, Malware (einschließlich Tools zum Krypto-Mining), Hoaxes und Spam. Ein nicht geringes Risiko besteht auch darin, dass Ihre Passwörter aufgedeckt und anschließend missbraucht werden. Was bedeuten diese Begriffe? Phishing bezeichnet Aktivitäten, bei denen Angreifer Nutzern sensible Daten entlocken, die mit ihren Zahlungskarten zusammenhängen. Zu Phishing-Zwecken können unter anderem gefälschte Webseiten dienen, die sich als Ihr Online-Banking ausgeben. Malware ist die Bezeichnung für schädliche Software – dazu können Viren, trojanische Pferde, Erpressersoftware (Ransomware, die Teile Ihrer Festplatte verschlüsseln und ein Lösegeld verlangen kann – meist in Kryptowährung) oder Adware (Werbe-Spam) gehören. 

Lernen Sie, sich zu schützen

Im Internet finden Sie zahlreiche Artikel zum Thema Cybersicherheit. Sich auf diesem Gebiet durch die Lektüre verschiedener Artikel weiterzubilden, ist durchaus lohnenswert, doch es gibt auch konsequentere und systematischere Wege, um sich die richtigen Kenntnisse und Verhaltensregeln für das Internet anzueignen. Zu den weiteren Bildungsformen in diesem Bereich gehören beispielsweise verschiedene Online-Kurse, über die jedoch leider nur wenig bekannt ist. Einen dieser Kurse bietet direkt die Nationale Behörde für Cybersicherheit (NÚKIB) an – der Kurs trägt den Namen „Dávej kyber“, und Sie können sich über diesen Link dafür anmelden. Der Kurs ist völlig kostenlos, für alle Nutzer geeignet, und auf den Seiten des NÚKIB können Sie ihn außerdem als PDF herunterladen. Wenn Sie sich eher für die Internetsicherheit von Kindern interessieren, können Sie ihnen den Kurs Buď safe online zeigen. 

Konkrete Formen von Bedrohungen im Internet

Wie wir bereits im einleitenden Absatz erwähnt haben, drohen Ihnen im Internet bei Weitem nicht nur Viren, Spam oder Phishing. Gefährdet sind in diesem Sinne sowohl Haushalte als auch Unternehmen, Behörden und verschiedenste Institutionen. Sobald sich Ihr Computer mit dem Internet verbindet, ist er automatisch gefährdet. Ihr Computer muss nicht nur deshalb ins Visier von Angreifern geraten, um mit Malware infiziert zu werden – Angreifer können ihn auch als Mittel zur weiteren Verbreitung von Malware nutzen oder seine Rechenleistung für das Krypto-Mining oder die Kommunikation mit anderen Angreifern einsetzen. Solche Aktivitäten aufzuspüren ist allerdings nicht besonders schwierig. Auf den ersten Blick bemerken Sie vielleicht nichts Verdächtiges, es kann aber passieren, dass Sie auf Ihrem Anschluss ungewöhnlichen Datenverkehr feststellen. Eine ungewöhnliche Auslastung tritt häufig immer zur gleichen Tageszeit auf. Ihr Heim-Internet kann plötzlich extrem langsam werden, ungewöhnlich langsam kann auch der Betrieb Ihres Computers sein sowie das Laden von Anwendungen oder Webseiten. Davon sind nicht nur Haushalte betroffen – es gibt den bekannten Fall eines Krankenhauses, auf dessen Server, der mit der Patientenversorgung nichts zu tun hatte, eine veraltete Version einer Datenbanksoftware installiert war. Schon die Veralterung dieser Software reichte aus, damit ein Angreifer über eine „Lücke“ Zugang zum System erhielt, und der Angreifer begann dann, auf einem sehr leistungsstarken Server Kryptowährungen zu minen. Das Mining wurde erst bemerkt, als ein anderer Angreifer den genannten Fehler ausnutzte, um auf dem Server Ransomware abzulegen, die versuchte, andere an das Netzwerk angeschlossene Computer anzugreifen. Diese Aktivität bemerkten IT-Spezialisten rechtzeitig und trennten den Server vom Betrieb. Bei einer eingehenden Analyse bestätigte sich dann tatsächlich das Krypto-Mining. Ihr Heimnetz zu schützen ist zum Glück viel einfacher, und dabei kann Ihnen auch Ihr Internetanbieter helfen. Entscheidend ist eine rechtzeitige, regelmäßige und gründliche Aktualisierung des Betriebssystems und weiterer Software sowie der Firmware. Updates enthalten nämlich oft sogenannte Sicherheits-Patches, mit denen eventuelle Fehler in früheren Softwareversionen behoben werden. Auf keinen Fall sollten Sie die Firewall ausschalten, und selbstverständlich sollten Sie die Grundsätze für den sicheren Umgang mit E-Mails und Weblinks beachten. Die Sorge um die Sicherheit Ihres Computers und Ihres Heimnetzes muss übrigens gar nicht teuer sein. Ausreichenden Schutz bietet in diesem Fall (wenn Sie Besitzer eines Computers mit dem Betriebssystem Microsoft Windows sind) die Plattform Windows Defender, die in dieser Hinsicht eindeutig die bessere Wahl ist als kostenloses Antimalware oder ein Antivirenprogramm von Drittanbietern. Wenn Sie in Ihrem Heimnetz ungewöhnliche Auslastung bemerken und Ihr Heim-Internet nicht die Geschwindigkeit erreicht, für die Sie bezahlt haben, zögern Sie nicht, Ihren Anbieter zu kontaktieren. Betreiber können mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) erkennen, ob der Netzwerkverkehr möglicherweise für das Krypto-Mining, schädliche Kommunikation oder die Verbreitung von Malware missbraucht wird, und das Problem rechtzeitig und wirksam beheben.

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