COVID-19 hat Verbrauchern die Augen geöffnet. Ohne Internet kommen wir nicht aus
1. 10. 2020
Informations- und Kommunikationstechnologien begleiten Verbraucher bei fast allen alltäglichen Aktivitäten. Es überrascht nicht, dass sie vielen geholfen haben, die Unsicherheit der COVID-19-Krise zu überwinden. Seit März wanderten Aktivitäten in die virtuelle Welt, die bisher fest mit der Offline-Welt verbunden waren.
TIPP: Lesen Sie auch den vorherigen Artikel Verursachen 5G-Netze eine weitere Covid-19-Welle?
- 90 % der Menschen weltweit verbringen wegen der Pandemie mehr Zeit im Internet als zuvor
- Ein Fünftel der Menschen hat während der Coronavirus-Krise begonnen, Online-Dienste zu nutzen, die sie bisher nicht gebraucht haben, zum Beispiel E-Learning-Apps oder Videoanrufe
- Die durchschnittliche Zeit, die mit einer Festnetzverbindung verbracht wird, stieg um 2,5 Stunden täglich. Bei Verbindungen über mobile 4G-Netze kam es zu einem durchschnittlichen Anstieg von einer Stunde täglich
„Kaum jemand hätte zu Jahresbeginn gedacht, dass die große Mehrheit der Beschäftigten von heute auf morgen von zu Hause aus arbeitet, der Unterricht auf Distanz stattfindet oder Ärzte ihren Patienten per Videoanruf helfen“, sagt Jiří Rynt, Key Account Manager beim Unternehmen Ericsson.
Mehr Zeit im Internet
Das Unternehmen Ericsson hat eine Verbraucherstudie durchgeführt, in der Nutzer von Smartphones gefragt wurden, wie sich die Coronavirus-Pandemie auf ihr Alltagsleben ausgewirkt und wie sich ihr Verhalten im Umgang mit modernen Technologien verändert hat. 90 % der Menschen weltweit verbringen wegen der Pandemie mehr Zeit im Internet. Ein Fünftel der Bevölkerung wurde durch die Umstände gezwungen, sich mit Online-Anwendungen vertraut zu machen, die sie bis dahin nicht genutzt hatten. Am häufigsten handelte es sich um Apps für E-Learning oder Dienste für Videoanrufe.
Verbraucher halten vielfältige Aktivitäten für wichtig, von hochwertigen Videoanrufen mit Familie und Freunden bis hin zum Zugriff auf Arbeitsdokumente in der Cloud. Die durch die Pandemie veränderten Verbrauchergewohnheiten werden sich mit großer Wahrscheinlichkeit in künftigen Technologietrends niederschlagen. Die Studie von Ericsson enthält fünf Prognosen für die Zeit nach der Coronavirus-Pandemie:
- Wert der Netzwerkverbindung: 3 von 4 Verbrauchern halten eine zuverlässige Internetverbindung während der aktuellen Krise für entscheidend und glauben, dass sie in künftigen Krisen eine noch grundlegendere Rolle spielen wird.
- Autonomer Handel: 55 % der Verbraucher glauben, dass Drohnen mit automatischer Zustellung oder fahrerlose Autos Kuriere ersetzen könnten, weil die Nachfrage nach kontaktlosen Interaktionen steigt.
- Arbeitsplatz ohne Grenzen: 6 von 10 Beschäftigten meinen, dass Arbeit auf Distanz zum neuen Standard wird. Sie erwarten, dass Arbeitgeber das Arbeiten von zu Hause als normale Arbeitsform unterstützen, sobald die COVID-19-Pandemie vorbei ist.
- Telemedizin: Es wird erwartet, dass in diesem Jahr in den USA sechsmal so viele Menschen wie im Jahr 2019 die Möglichkeit einer Online-Beratung mit Ärzten nutzen werden.
- Wirtschaft der virtuellen Erlebnisse: 7 von 10 Nutzern von Virtual Reality sagen, dass künftig eher virtuelle Symbole als der Besitz physischer Dinge den Status eines Menschen bestimmen werden. Die Hälfte der Verbraucher könnte künstliche Intelligenz nutzen, um sich zu unterhalten, neues Wissen zu erwerben und Freunde zu finden.
Die Pandemie hat auch die Meinung der Verbraucher zu 5G beeinflusst, und zwar im positiven Sinne. Verbraucher erkennen, dass 5G es ihnen ermöglicht hat, von einer höheren Verbindungsgeschwindigkeit bei der Arbeit auf Distanz zu profitieren. Roboter mit 5G-Unterstützung konnten während der Krise beim Messen der Temperatur oder bei der Desinfektion von Räumen helfen. Dadurch könnte sich die Zeit verkürzen, die medizinisches Personal mit infektiösen Patienten verbringen musste.
Aktualisiert am 15. März 2024