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Wie verbessern Sie die WLAN-Signalqualität zu Hause?

Internet

12. 10. 2020

Die Bedeutung einer hochwertigen Heimverbindung nimmt in letzter Zeit immer mehr zu. Das Internet zu Hause dient längst nicht nur der Unterhaltung, sondern besonders in den letzten Monaten auch beruflichen oder schulischen Zwecken. In diesem Artikel sehen wir uns genauer an, wie Sie die Qualität Ihres heimischen WLAN-Signals verbessern können, und stellen mögliche Ursachen für Störungen oder Verlangsamungen vor.

Vorab müssen wir auf eine eindeutige Tatsache hinweisen: Manche, auch hochwertige Heimrouter können über den drahtlosen Teil keine Geschwindigkeiten über 100 Mbit/s übertragen, und bei Aktivierung mancher Funktionen, etwa der Firewall, begrenzen sie die Verbindungsgeschwindigkeit auch per Kabel. Sie könnten daher ganz unnötig mit Ihrem Anschluss unzufrieden sein. Die Kommunikation mit vielen Geräten in hohen Geschwindigkeiten im zweistelligen oder sogar dreistelligen Megabit-Bereich setzt eine hochwertige Hardware-Basis voraus. Ein Router hat einen Prozessor wie jedes andere elektronische Gerät. Billig ist langsam, teuer ist schnell. 

Qualität ist die Grundlage

Bei einer hochwertigen Internetverbindung und einem entsprechenden Signal gilt: Für wenig Geld bekommt man eben selten viel Leistung. Scheuen Sie sich daher nicht, in einen wirklich hochwertigen Router zu investieren – bei der Auswahl können Sie sich zum Beispiel hier inspirieren lassen. Ebenso wichtig ist die Wahl der richtigen Art des Internetanschlusses. Prüfen Sie, welche Möglichkeiten die Gemeinde oder Stadt bietet, in der Sie wohnen, und lassen Sie sich nicht von verlockenden, aber leicht irreführenden Angeboten etwa für einen LTE-Anschluss für zu Hause blenden. 

Ausschalten und wieder einschalten?

Manchmal hilft das schon. Wenn Sie zu Hause nur gelegentliche und keine dauerhaften Verschlechterungen des WLAN-Signals bemerken, können Sie vor allen weiteren Schritten zu einer der einfachsten Lösungen greifen: dem vorübergehenden Ausschalten oder Neustarten des Routers. Den Router können Sie einfach eine Weile ausschalten und wieder einschalten oder für einige Minuten vom Stromnetz trennen. Wenn Sie jedoch nicht genügend Erfahrung haben, führen Sie keinen Reset der Netzwerkeinstellungen durch, denn es könnte passieren, dass Sie die nötigen Daten nicht wieder eingeben können. Verzweifeln Sie aber auch in diesem Fall nicht und scheuen Sie sich nicht, sich an Ihren Internetanbieter zu wenden. Erfahrenen Nutzern genügt in der Regel, die Sicherheitsregeln für das WLAN einzustellen: die SSID, also den Namen des WLAN-Netzes, das Passwort und die Verschlüsselungsstufe. Die Autorisierung im Netz richtet der Betreiber meist automatisch für den Netzendpunkt ein, und der DHCP-Server ist heute in der Regel ebenfalls im Modus AUTO richtig eingestellt. 

Auf Hindernisse achten

Wo steht Ihr WLAN-Router? Sie würden staunen, wie viele Nutzer ihre Router buchstäblich verstecken, in Schränken, Kammern oder in Zimmerecken. Das Signal, das Ihr Router aussendet, sollte jedoch möglichst wenige Hindernisse auf seinem Weg vorfinden. Jegliche Barrieren, von Regalen über Wände bis hin zur Decke, schlucken dieses Signal. Das Signal des Routers kann außerdem durch die Nähe von Geräten wie Fernsehern, Kühlschränken und anderer Elektronik dieser Art negativ beeinflusst werden. Platzieren Sie Ihren Router daher so, dass das Signal von seinen Antennen möglichst ungehindert dorthin gelangen kann, wo Sie es brauchen. Auch wenn dies aus vielen Gründen schwierig sein kann, sollte der Router in der Wohnung idealerweise in einem freien Raum und an einer erhöhten Stelle stehen. Scheuen Sie sich nicht, mit den Antennen des Routers zu experimentieren: Haben Sie zwei Antennen, sollte die eine horizontal und die andere vertikal ausgerichtet sein. Bei mehreren Antennen können Sie eine nach oben und die übrigen in weitere Richtungen des Raums zeigen lassen. Der Router sollte nicht auf dem Boden stehen, sondern eher in einer höheren Position. Manche Nutzer scheuen sich nicht, ihre WLAN-Router an die Decke zu montieren. 

Probieren Sie ein anderes Frequenzband aus

Die meisten aktuellen Router sind Dual-Band-Geräte, das heißt, sie bieten die Wahl zwischen dem 2,4-GHz- und dem 5-GHz-Band. Das erstgenannte Band wird häufiger genutzt, und zwar wegen der leichteren Ausbreitung des Signals bei niedrigerer Trägerfrequenz. Eben deshalb kommt es im 2,4-GHz-Band häufiger zu Störungen. Wenn etwa Ihre Nachbarn im Mehrfamilienhaus dasselbe Band nutzen, kann sich das Signal deutlich verschlechtern. Wenn Sie das 5-GHz-Band an Ihrem Router noch nicht aktiviert haben, können Sie dies in den Router-Einstellungen tun. Bei Bedarf können Sie sich dann statt mit dem 2,4-GHz-WLAN mit dem 5-GHz-Netz verbinden. Falls Sie befürchten, dass sich ungebetene Gäste in Ihr heimisches WLAN einwählen, sehen Sie sich unsere Tipps für dessen bessere Absicherung an.

Statten Sie Ihren Haushalt aus

Eine hundertprozentig zuverlässige und dauerhafte Lösung Ihrer Probleme mit dem heimischen WLAN-Anschluss ist die Einrichtung sogenannter Mesh-Netzwerkkomponenten. Der Begriff „Mesh-Netz“ bezeichnet ein einziges WLAN-Netz, das aus mehreren Sendeeinheiten besteht. Fachlich handelt es sich um ein Netz mit nicht näher festgelegter Topologie, in dem jeder mit jedem je nach Situation und Anforderungen der Nutzer kommuniziert. Die einzelnen Elemente dieser Netze kommunizieren untereinander und übergeben – vereinfacht gesagt – die angeschlossenen Geräte wie beim Mobilfunknetz im Roaming an das jeweils nächste Element. Alle Ihre Telefone, Tablets und Notebooks werden je nach Steuereinheit so verbunden, dass stets die bestmögliche Konnektivität gewährleistet ist. Die Vorteile von Mesh-Netzen werden Sie zu schätzen wissen. Es genügt, ein einziges Passwort für das gesamte Areal festzulegen. Haben Sie im einen Stockwerk einen WLAN-Router mit einem anderen Netz als im zweiten und im Garten noch einen dritten, wechseln Sie ständig zwischen den Netzen. Das alles können Sie mit einem Mesh-Netz buchstäblich vergessen. 

Die Anzahl der Einheiten eines Mesh-Netzes hängt von der Größe und Komplexität des Bereichs ab, den Sie mit WLAN-Signal abdecken müssen. Mesh-Netze finden vor allem in Einfamilienhäusern Anwendung, wo Sie mit ihrer Hilfe ein hochwertiges Signal bis in den Garten bringen können. Eine der Einheiten ist immer die Hauptkomponente. Diese schließen Sie mit einem Port an die Internetquelle bei Ihnen zu Hause an, während der zweite Port zum Anschluss an das Netzwerk dient. So kompliziert die Einrichtung eines Mesh-Netzes für weniger erfahrene Nutzer auch klingen mag: Sie wird Sie nicht überfordern, denn die Smartphone-App, die zu nahezu jedem Gerät dieses Typs gehört, führt Sie durch den Prozess. Auch Ihr Internetanbieter kann Ihnen helfen. Die einzelnen Komponenten eines häuslichen Mesh-Netzes sollten ausreichend weit voneinander entfernt sein, und Sie sollten sie strategisch so platzieren, dass sie den jeweiligen Bereich problemlos abdecken. Für die gegenseitige Verbindung der einzelnen Komponenten wählen Nutzer meist die drahtlose Verbindung. Die vorteilhaftere Lösung ist jedoch ein Ethernetkabel, denn die Einheiten kommunizieren dann über Gigabit-Ethernet miteinander, und ihre drahtlosen Teile werden nicht belastet. 

Lesen Sie weiter mit dem Artikel Wie funktioniert das Internet? und erfahren Sie mehr über diesen Dienst.

Aktualisiert am 15. März 2024

WLAN-Router

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