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Störung meteorologischer Radare durch 5-GHz-RLAN

Das Tschechische Hydrometeorologische Institut hat das Verfahren für Sanktionen bei der Störung des Meteoradars im geteilten RLAN-Band geändert.

Neu erscheint auf http://radar4ctu.bourky.cz/Ruseni.html die Mitteilung:

„Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es ab dem 1.10.2018 zu einer wesentlichen Änderung bei der Bearbeitung detektierter Störungen kommt. Nach Verhandlungen mit Herrn Jakub Rejzek von VNICTP z.s., der einen Teil der RLAN/WiFi-Betreiber vertritt, und Vertretern der tschechischen Telekommunikationsbehörde (ČTÚ) sind wir zu Folgendem gekommen:
Nach jeder Messung von Störquellen meteorologischer Radare erhalten die RLAN/WiFi-Betreiber 48 Stunden zur Beseitigung der Störung ohne Sanktion — d. h. es erfolgt seitens des ČHMI keine Beschwerde an die ČTÚ. Nach 48 Stunden führen wir eine Kontrollmessung durch; stellen wir Störungen von derselben Quelle fest, übergeben wir den Fall unverzüglich an die ČTÚ. Die Störungsmessungen sowie die nachfolgenden Kontrollmessungen nach 48 Stunden erfolgen stets nur an Werktagen — es handelt sich also um 48 Stunden der Arbeitswoche. Würden wir z. B. eine Störungsmessung am Freitag durchführen, erfolgt die Kontrollmessung am darauffolgenden Dienstag zur selben Uhrzeit. Das Genannte betrifft nur Störquellen, die wir identifizieren können und die keine signifikanten Radardaten beschädigen. Störquellen, die wir nicht identifizieren können oder die signifikante Radardaten beschädigen, übergeben wir sofort zur Bearbeitung an die ČTÚ!".

Es handelt sich um eine Änderung des Verfahrens, nach der die RLAN-Betreiber gerufen hatten. Auch wenn DFS gemäß der Norm für RLAN ETSI EN 301 893 heute verpflichtend ist, ist die Möglichkeit der Meteoradar-Störung nicht vollständig beseitigt. Der Betrieb auf den betroffenen Frequenzen 5630 MHz Brdy und 5645 MHz Skalky ist nicht verboten — und vielfach „sieht" der Radar beim Scannen Sendequellen auf so niedrigem Niveau, dass es zu keiner Beeinträchtigung des Betriebs kommt. Das ČHMI hat daher den Weg der Veröffentlichung der Radiosender gewählt, die auch eine potenzielle Störquelle darstellen.

Diese nützlichen Informationen lassen sich auch maschinell auslesen und bei Kenntnis von SSID oder MAC-Adressen der Geräte beispielsweise an das Netz-Überwachungszentrum übergeben. Leider hat das ČHMI keine Anwendung veröffentlicht, die einen einfachen Import der Daten — etwa via SNMP — ermöglichen würde. 

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Aktualisierung 5.3.2024

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