Glasfasern sind gesundheitlich unbedenklich
Die Wirkung verschiedener Technologien von Telekommunikationsnetzen auf die Gesundheit von Bewohnern — oder, anders gesagt, von Nutzern von Telekommunikationsdiensten — ist zweifellos ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Diskussion. Es ist wichtig, auch über die gegenseitige Beeinflussung verschiedener Technologien zu sprechen — etwa die gegenseitige Interferenz einiger LTE-Kanäle des Mobilfunknetzes und des digitalen TV-Ausstrahlens.
In letzter Zeit tauchen jedoch auch Fragen zu möglichen Einflüssen von Glasfasernetzen auf. Lassen Sie uns also zusammenfassen, was ein Glasfasernetz, das in einem Mehrfamilienhaus installiert ist, eigentlich ist und welche Technologien dabei verwendet werden.
Für den Anschluss einzelner Wohneinheiten wird eine Glasfaser eingesetzt, abgeteilt aus dem Steigleitungs-Glasfaser-Mehrfaserkabel Riser-Kabel, oder es werden eigenständige Glasfaserkabel in der entsprechenden Schutzhülle in Leisten verlegt. Der Projektant der Lösung entscheidet sich nach der Anzahl der Wohnungen und der räumlichen Lösung des Wohnhauses. In beiden Fällen werden alle Fasern in den zentralen Technikraum geführt, der als grundlegender Verteilpunkt dient.
Was ist eigentlich eine Glasfaser?
Eine Glasfaser ist ein zylindrischer dielektrischer Wellenleiter, in dem sich elektromagnetische Wellen (in der Regel Licht oder Infrarotstrahlung) in Richtung der Faserachse unter Nutzung des Prinzips der Totalreflexion an der Grenze zweier Medien mit unterschiedlichem Brechungsindex ausbreiten. Der innere Teil der Faser heißt Kern, um den Kern herum sind Mantel und primärer Schutz. Jede Faser kann viele unabhängige Signale übertragen — jedes mit einer anderen Lichtwellenlänge. Die Erstellung von Netzen auf kurze Entfernungen mittels Glasfaserkabel — etwa in einem Gebäude — spart Platz in der Kabelverlegung, da eine einzige Faser deutlich mehr Daten übertragen kann als ein elektrisches Kabel. Die Faser ist auch immun gegen elektrische Störungen. Glasfaserkabel sind elektrisch nicht leitfähig — eine gute Lösung zum Schutz von Kommunikationsgeräten, die auf der Hochspannungs-Übertragungsanlage und an blitzanfälligen Metallkonstruktionen platziert sind. Sie können auch in Umgebungen verwendet werden, in denen explosive Dämpfe vorhanden sind — ohne Entzündungsgefahr — oder dort, wo Sorgen um gegenseitige Störungen von metallischen Kabelleitungen bestehen. Beim Durchgang des Lichtsignals durch das optische Medium entsteht nämlich kein elektromagnetisches Feld, das Signale in anderen Leitern beeinflussen könnte. Mit einer Glasfaser können Sie Kommunikation in unmittelbarer Nähe von 400-kV-Hochspannungsleitungen (Sonderhochspannung) realisieren.

Den aktiven Teil der Kommunikation in Glasfaserkabeln sichern präzise Lasermodule. Sie modulieren die Information aus elektrischen Signalen in Lichtsignale. Am gegenüberliegenden Ende der Glasfaserleitung — etwa im Haushalt des Nutzers — befindet sich das Endgerät des Netzes mit einem ähnlichen Lasermodul. Die Umwandlung des optischen Signals zurück in ein elektrisches, das beispielsweise ein heimischer WLAN-Router verarbeiten kann, kann auch ein eigenständiges Gerät übernehmen — der sogenannte Medienkonverter.

Wie steht es um die Sicherheit der Laserquelle selbst?
Die tschechische Gesetzgebung lässt nichts dem Zufall — wir richten uns nach der Regierungsverordnung vom 12. Dezember 2007 zum Schutz der Gesundheit vor nichtionisierender Strahlung in der Fassung späterer Vorschriften. Die verbindliche technische Norm ist ČSN EN 60825-1, ČSN EN 60825-2 Sicherheit von Kommunikationsgeräten mit Glasfasern, Geräteklassifikation und Anforderungen daran.
Übliche Laserquellen für optische Klassen gehören zur Sicherheitsklasse 1. Es handelt sich um dieselbe Gefahrenklassifikation, die DVD-Player oder schwache Laserpointer haben. Die Sicherheitsklasse 1 umfasst Geräte, die keine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen — auch nicht bei langfristiger Exposition.

Die innere Installation des Netzes der Glasfaser-Infrastruktur stellt also keine Gefahr für die Gesundheit der Bewohner dar — vielmehr stellt sie aufgrund ihrer dielektrischen Natur bei weitem die sicherste Lösung in Bezug auf die Kolokation mit anderen Ingenieurnetzen in Wohnhäusern dar.

Mit den Worten des Klassikers gesagt: Glasfaser — die hätte gerne jeder.
Lesen Sie weiter den Artikel Vorteile des Glasfaseranschlusses.
Aktualisierung 15.4.2024
