COVID-19 hat Verbrauchern die Augen geöffnet. Ohne Internet kommen wir nicht aus
Informations- und Kommunikationstechnologien begleiten Verbraucher bei nahezu allen alltäglichen Aktivitäten. Es überrascht daher nicht, dass sie vielen geholfen haben, die Unsicherheit der COVID-19-Krise zu überwinden. In den virtuellen Raum wanderten ab März Aktivitäten, die bisher fest mit der Offline-Welt verbunden waren.
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- 90 % der Menschen weltweit verbringen wegen der Pandemie im Internet mehr Zeit als vorher
- Ein Fünftel der Menschen begann während der Corona-Krise, Online-Dienste zu nutzen, die sie bisher nicht brauchten — etwa Apps für E-Learning oder Videoanrufe
- Die durchschnittliche Verbindungszeit mit dem Festnetz erhöhte sich um 2,5 Stunden täglich. Bei der Verbindung mit mobilen 4G-Netzen kam es zu einem durchschnittlichen Anstieg um eine Stunde pro Tag
„Nur wenige hätten zu Jahresbeginn gedacht, dass die große Mehrheit der Mitarbeiter von einem Tag auf den anderen von zu Hause aus arbeiten würde, dass der Unterricht aus der Ferne stattfinden würde oder dass Ärzte ihren Patienten über Videoanrufe helfen würden," sagt Jiří Rynt, Key Account Manager von Ericsson.
Mehr Zeit im Internet
Ericsson hat eine Verbraucherstudie durchgeführt, in der Smartphone-Nutzer gefragt wurden, wie die Corona-Pandemie ihr Alltagsleben beeinflusst hat und wie sich ihr Verhalten in Bezug auf die Nutzung moderner Technologien geändert hat. 90 % der Menschen weltweit verbringen wegen der Pandemie mehr Zeit im Internet. Ein Fünftel der Bevölkerung zwangen die Umstände, sich mit Online-Anwendungen vertraut zu machen, die sie bis dahin nicht nutzten. Am häufigsten ging es um Apps für E-Learning oder Dienste zur Vermittlung von Videoanrufen.
Verbraucher halten verschiedene Aktivitäten für wichtig — von qualitativen Videoanrufen mit Familie und Freunden bis zum Zugang zu Arbeitsdokumenten in der Cloud. Die durch die Pandemie hervorgerufenen Verhaltensänderungen der Verbraucher werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in zukünftigen technologischen Trends widerspiegeln. Die Studie von Ericsson bringt fünf Vorhersagen für die Zeit nach der Corona-Pandemie:
- Wert der Netzwerkverbindung: 3 von 4 Verbrauchern halten eine zuverlässige Internetverbindung während der aktuellen Krise für entscheidend und glauben, dass sie in zukünftigen Krisen eine noch grundlegendere Rolle spielen könnte.
- Autonomes Handeln: 55 % der Verbraucher glauben, dass Drohnen mit automatischer Zustellung oder Autos ohne Fahrer Kuriere ersetzen könnten — da die Nachfrage nach kontaktlosen Interaktionen wächst.
- Arbeitsplatz ohne Grenzen: 6 von 10 Arbeitenden denken, dass Fernarbeit der neue Standard sein wird. Sie erwarten, dass Arbeitgeber Fernarbeit als übliche Arbeitsweise unterstützen, sobald die COVID-19-Pandemie vorbei ist.
- Gesundheitswesen aus der Ferne: Es wird erwartet, dass in den USA dieses Jahr sechsmal mehr Menschen die Möglichkeit der Online-Konsultation mit Ärzten nutzen als 2019.
- Ökonomie virtueller Erlebnisse: 7 von 10 Nutzern virtueller Realität sagen, dass künftig den Status eines Menschen eher virtuelle Symbole als physischer Besitz von Dingen bestimmen werden. Die Hälfte der Verbraucher könnte beginnen, Künstliche Intelligenz für Unterhaltung, das Erwerben neuer Kenntnisse und das Gewinnen von Freunden zu nutzen.
Die Pandemie hat auch die Meinung der Verbraucher zu 5G beeinflusst — und zwar im positiven Sinne. Verbraucher sind sich bewusst, dass 5G ihnen ermöglicht hätte, von höheren Verbindungsgeschwindigkeiten bei der Fernarbeit zu profitieren. Roboter mit 5G-Technologieunterstützung hätten während der Krise bei der Temperaturmessung oder der Desinfektion von Räumen helfen können. Damit hätte sich die Zeit verkürzt, die medizinisches Personal mit ansteckenden Patienten verbringen muss.
Aktualisierung 15.3.2024