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Internet-Sicherheit: Welche Gefahren drohen und wie schützt man sich?

Sicherheit

So wie wir gewisse Regeln für sicheres Verhalten draußen einhalten sollten, sollten wir auch im Cyberspace umsichtig sein. Die meisten von uns wissen sicher, dass man verdächtige E-Mail-Nachrichten von unbekannten Absendern nicht öffnen oder verdächtige Software nicht herunterladen sollte. Das sind sicher gute Regeln — für hundertprozentige Sicherheit reichen sie jedoch leider nicht aus. Was können Sie für Ihre Internet-Sicherheit noch tun?

Was Ihnen droht

Lassen wir für den Moment Cybergrooming und das Phänomen der Internet-Raubtiere beiseite, denen wir uns in einem unserer vorherigen Artikel gewidmet haben. Zu den häufigsten Risiken, denen Menschen im Internet ausgesetzt sind, gehören Phishing, Malware (einschließlich Tools für das Kryptowährungs-Mining), Hoaxes und Spam. Ein nicht geringes Risiko ist auch das Aufdecken Ihrer Passwörter und deren nachfolgender Missbrauch. Was bedeuten die genannten Begriffe? Phishing bezeichnet eine Tätigkeit, in deren Rahmen Angreifer aus Nutzern sensible Daten herauslocken, die mit ihren Zahlungskarten zusammenhängen. Phishing-Zwecken können neben anderem etwa falsche Webseiten dienen, die sich als Ihr Internet-Banking ausgeben. Malware bezeichnet schädliche Software — das können Viren, Trojaner, erpresserische Ransomware (Software, die Teile Ihrer Festplatte verschlüsseln und Lösegeld — meist in Kryptowährung — verlangen kann) oder Adware (Werbespam) sein. 

Lernen Sie, sich zu verteidigen

Im Internet finden Sie viele verschiedene Artikel zum Thema Cybersicherheit. Sich in dieser Richtung durch das Lesen verschiedener Artikel weiterzubilden, ist sicherlich verdienstvoll — es gibt jedoch auch konsistentere und systematischere Wege, die Ihnen helfen, die richtigen Kenntnisse und Verhaltensregeln im Internet anzueignen. Zu weiteren Formen der Bildung in diesem Bereich gehören etwa verschiedene Online-Kurse, von denen leider nur wenig bekannt ist. Einen dieser Kurse veranstaltet direkt das Nationale Amt für Cybersicherheit — der Kurs heißt „Dávej kyber" und Sie können sich unter diesem Link anmelden. Der Kurs ist völlig kostenlos, geeignet für alle Nutzer und auf den Seiten des NÚKIB im PDF-Format herunterladbar. Wenn Sie eher Internet-Sicherheit für Kinder interessiert, können Sie ihnen den Kurs Buď safe online zeigen. 

Konkrete Formen von Internet-Gefahren

Wie wir bereits im einleitenden Absatz erwähnt haben, drohen Ihnen im Internet bei weitem nicht nur Viren, Spam oder Phishing. Gefährdet sind in dieser Hinsicht sowohl Haushalte als auch Unternehmen, Ämter und verschiedene Institutionen. Sobald sich Ihr Computer ins Internet einloggt, ist er automatisch gefährdet. Ihr Computer muss nicht nur das Ziel von Angreifern zum Zweck der Malware-Infektion sein — Angreifer können ihn auch als Mittel zur weiteren Malware-Verbreitung missbrauchen oder seine Rechenleistung zum Krypto-Mining oder zur Kommunikation mit anderen Angreifern nutzen. Eine solche Aktivität zu erkennen, ist nicht so kompliziert. Auf den ersten Blick bemerken Sie vielleicht nichts Verdächtiges, aber es kann vorkommen, dass Sie an Ihrem Anschluss ungewöhnlichen Verkehr feststellen. Zu ungewöhnlicher Auslastung kommt es oft immer zur gleichen Tageszeit. Ihr Heim-Internet kann plötzlich extrem verlangsamen, ungewöhnlich langsam kann auch der Betrieb Ihres Computers und das Laden von Anwendungen oder Webseiten sein. In dieser Hinsicht müssen nicht nur Haushalte gefährdet sein — bekannt ist der Fall eines Krankenhauses, auf dessen Server, der nicht mit der Patientenversorgung zusammenhing, eine veraltete Version einer Datenbank-Software installiert war. Schon allein die Tatsache, dass die genannte Software nicht aktuell war, reichte, um dem Angreifer durch ein „Loch" Zugang zum System zu verschaffen, und der Angreifer begann auf dem sehr leistungsstarken Server, Kryptowährungen zu schürfen. Das Mining wurde erst entdeckt, als ein anderer Angreifer den genannten Fehler missbrauchte, um Ransomware auf den Server zu platzieren, die versuchte, andere mit dem Netz verbundene Computer anzugreifen. Diese Aktivität bemerkten die IT-Experten und nahmen den Server vom Netz. Bei der Tiefenanalyse bestätigte sich dann tatsächlich das Mining von Kryptowährungen. Ein Heimnetz zu schützen, ist glücklicherweise viel einfacher, und Ihr Internetanbieter kann Ihnen dabei helfen. Schlüssel ist die rechtzeitige, regelmäßige und gründliche Aktualisierung des Betriebssystems und weiterer Software und Firmware. In Aktualisierungen befinden sich nämlich oft sogenannte Sicherheitspatches, mit denen mögliche Fehler korrigiert werden, die in vorherigen Software-Versionen gefunden wurden. Schalten Sie unter keinen Umständen die Firewall aus, eine Selbstverständlichkeit sollten Regeln für den sicheren Umgang mit E-Mails und Web-Links sein. Die Sorge um die Sicherheit Ihres Computers und Heimnetzes muss überhaupt nicht kostspielig sein. Einen ausreichenden Dienst bietet Ihnen in diesem Fall (wenn Sie Eigentümer eines Windows-Computers sind) die Plattform Windows Defender, die in dieser Hinsicht definitiv eine bessere Wahl ist als kostenlose Antimalware oder Antiviren-Software Dritter. Wenn Sie an Ihrem Heimnetz ungewöhnliche Auslastung festgestellt haben und Ihr Heim-Internet nicht die Geschwindigkeit erreicht, die Sie bezahlt haben, zögern Sie nicht, Ihren Anbieter zu kontaktieren. Betreiber können mittels Künstlicher Intelligenz (KI) einen eventuellen Missbrauch des Netzverkehrs für Krypto-Mining, schädliche Kommunikation oder Malware-Verbreitung erkennen und dieses Problem rechtzeitig und wirksam lösen.

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